Wie sich die ISO 9001-Zertifizierung auf unsere Arbeit auswirkt.

Qualitätsmanagement bei FACO

Ein zuverlässiges Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 sichert eine gleichbleibend hohe Produkt- und Dienstleistungsqualität des Unternehmens.
Die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems findet alle drei Jahre durch einen vorher bestellten Zertifizierer statt. Die TÜV-Gesellschaften sind die bekanntesten Anbieter. Zwischen der ersten Zertifizierung und der Rezertifizierung finden zwei Überwachungsaudits statt. Das Erste haben wir gerade aufgrund der Corona-Krise unter besonderen Bedingungen durchlaufen. Dies soll Anlass sein einmal genauer zu bleuchten, welchen Einfluss eine solche Prüfung auf unseren Betrieb hat und wie unsere Kunden davon profitieren.

Zugegeben: Als wir uns vor einiger Zeit erstmalig über eine Zertifizierung nach ISO 9001 Gedanken machten, waren wir skeptisch, ob sich der Aufwand lohnen würde. Denn unser Qualitätsanspruch war schon immer groß und aufgrund unserer Fertigungstiefe waren die Prozesse transparent und die Kundenzufriedenheit hoch. Jedoch ist ein zertifiziertes Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001 in unserer und vielen anderen Branchen heutzutage Standard, weshalb wir uns letztendlich dann für die Umsetzung entschieden haben. Als Dienstleister für unsere Zertifizierung haben wir uns für den TüV Saar entschieden.

Nicht nur firmeninterne Abläufe, auch Lieferanten- und Kundenbeziehungen werden unter die Lupe genommen. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und archiviert. Unsere Geschäftsführung wird hierbei von einem weiteren Mitarbeiter unterstützt, dem Qualitätsmanagement-Beauftragten. Es gibt zudem auch Bereiche, deren Umsetzung nicht unbedingt Teil unserer täglichen Arbeit sind und in die eine Einarbeitung nötig ist, wie zum Beispiel das Aufsetzen einer methodisch korrekten Befragung zur Kundenzufriedenheit oder um ein adäquates Lieferantenprofil zu erstellen. Lieferanten können laut der ISO-Norm auch nur dann zum Zuge kommen, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Ein weiterer Schwerpunkt ist Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, in dessen Rahmen zum Beispiel Schweißer und Staplerfahrer regelmäßig zu Untersuchungen müssen. Insbesondere beim Arbeitsschutz wird der ISO-Katalog mit gesetzlichen Vorgaben verknüpft, weshalb in dem Bereich besondere Sorgfalt geboten ist.

Das gerade abgeschlossene und bestandene Überprüfungsaudit ist generell als Zwischenschritt nicht so aufwendig wie das Hauptaudit, sondern beschränkt sich stichprobenhaft auf die Überprüfung von Teilbereichen. Normalerweise handelt es sich um einen ein- bis zweitägigen Ortstermin, der jedoch aufgrund der Corona-Situation digital und telefonisch abgehalten wurde. Somit war klar, dass produktionstechnische Bereiche nur schwierig via Fernabstimmung geprüft werden können. Trotzdem haben wir uns intensiv vorbereitet und nahmen den Termin zum Anlass jedes Detail auch in produktionstechnischer Hinsicht zu prüfen.

Wie lautet nun nach erfolgreichem Abschluss der zweiten Phase unser Zwischenfazit? Die ISO-Zertifizierung ist ein Riesenprojekt aber birgt auch ensprechende Chancen. Wir konnten vieles verbessern, aber auch Problemstellen aufdecken und beseitigen. Am Ende ist es wichtig zu verinnerlichen, dass eine Zertifizierung kein Selbstzweck ist oder „nur“ eine Beurkundung. Dahinter steht vielmehr unsere Philosophie in Nachhaltigkeit und Qualität zu investieren. Denn darin besteht die beste Vorbereitung für ein reibungsloses Qualitätsmanagement.