Das Schweisserteam von FACO Metalltechnik
Ein Jahr mit einschneidenden Ereignssen

Jahresrückblick 2020

Bereits zu Jahresbeginn stand das Thema Gesundheit in unserem Fokus. Damals dachten wir nicht, dass dieses Thema uns intensiv begleiten wird. Wie jeder Betrieb mit einer gewissen Größe haben wir Ersthelfer, die im Notfall lebensrettende Maßnahmen durchführen können. Als Inhouse-Veranstaltung haben wir die Erneuerung des Ersthelfer-Zertifikates angeboten. Fast die gesamte Belegschaft meldete sich an. Es wurde eine Art Teamevent, auf das sich alle freuten. Noch gab es keine Probleme mit dem Zusammenkommen an einem Ort.

Kurze Zeit später sah die Situation anders aus. Die Corona-Pandemie hatte sich so ausgeweitet, dass die Auswirkungen auch die Vorbereitungen zu unserem Überwachungsaudit im Rahmen der ISO 9001 Re-Zertifizierung betrafen. Wir mussten stark umdisponieren, da die Abstimmung mit dem TÜV nur noch über Fernkommunikation ablaufen konnte und nicht bei uns vor Ort. Für eine Prüfung des Qualitätsmanagements, das den gesamten Betrieb durchleuchtet, keine einfache Herausforderung. Letztendlich lief alles erfolgreich.

Parallel zeigte sich, dass in allen Bereichen unseres Betriebes größere Veränderungen notwendig waren. Die Gesundheit des Personals, Arbeitsprozesse, Lieferanten-Kontakte und natürlich der Umsatzrückgang beschäftigten uns. Alles, was wir uns für dieses Jahr vorgenommen hatten, kam auf den Prüfstand. Zu groß war unsere Ungewissheit über die Zukunft als das „Business as usual“ möglich gewesen wäre. Man sagt, die große Kunst in Krisenzeiten sei, optimistisch und konstruktiv zu bleiben. Dank gemeinsamer Anstrengung ist uns das gelungen.

Wir haben mit wachen Augen beobachtet, wie Corona ein Treiber für die digitale Entwicklung ist. Video-Meetings statt vor-Ort-Termine, mehr Emails als Anrufe, Home-Office, auf Distanz steuerbare Maschinen und vieles mehr gewann an Bedeutung. Frei gewordene Kapazitäten nutzen wir seit diesem Jahr verstärkt, um die Digitalisierung bei FACO voran zu treiben.

Gleichzeitig wollten wir für unseren Geschäftsbereich SCS Secure Cages Systems eine Vertriebsoffensive durchführen. Eine Hürde war die eingeschränkte Erreichbarkeit vieler potenzieller Kontakte. Die Gründe: Kurzarbeit, Home-Office, Arbeiten im Schichtsystem, Verzicht auf persönliche Treffen und Vor-Ort-Events. Das erforderte ein schnelles Umdenken und Handeln von uns. Wir kümmerten uns um eine digitale Vertriebsstrategie. Klar, das geht nicht von heute auf morgen. Den Startpunkt markierte ein Social-Media-Vertriebs-Workshop, um den ersten Schritt von weitern zu gehen.

Nun, im Dezember wissen wir, dass wir es nicht mit einer schnell vorübergehenden Krise zu tun haben. Die Unsicherheit wird bleiben. Dass unsere Flexibilität uns so stark stützen kann, hatten wir in diesem Ausmaß noch nicht erlebt. Inzwischen wissen wir, wie eine Strategie für die Zukunft aussehen kann. Konkrete Ziele verlieren an Bedeutung, wenn nichts vorhersehbar ist. Was zählt ist, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Veränderung und Innovationsgeist als persönliche Verantwortung und als Gemeinschaftsprojekt begriffen werden.

Um das zu erreichen, gibt es kein Patentrezept. Was aber hilft ist viel Optimismus, Leidenschaft für unsere Tätigkeit, treue Geschäftspartner und natürlich unser einzigartiges Team! Danke an alle, die mit uns durch das Jahr 2020 gegangen sind – wir freuen uns auf das Jahr 2021!