Sicherheit im Betrieb

Bei FACO hat die Ersthelfer-Ausbildung einen besonderen Stellenwert

Geht es um Erste Hilfe im Notfall, sind die meisten von uns nicht mehr auf dem neuesten Stand – das Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen verblasst im Laufe der Zeit und wird nur selten aufgefrischt.

Damit in Unternehmen Notfallhilfe keine Glückssache ist und jederzeit eine kompetente Person im Ernstfall zur Verfügung steht, sieht das Arbeitsschutzgesetz die Ausbildung von Ersthelfern vor. Die Anzahl der Ersthelfer richtet sich nach der Betriebsgröße: Von zwei bis 20 Angestellten ist ein Ersthelfer nötig. Ab 20 Angestellten im Bereich Handwerk, Produktion und Transport müssen 10% die Ausbildung zur Notfallhilfe absolvieren, die von der Berufsgenossenschaft bezahlt wird. Diese Quoten sind bindend und können bei Nichteinhaltung hohe Bußgelder nach sich ziehen.

Wir von FACO fallen offiziell unter die 10%-Regelung und müssten 3 Ersthelfer zur Verfügung stellen. Jeder kann ein Ersthelfer sein, der eine dafür vorgesehene neunstündige Ausbildung absolviert, die normalerweise außerhalb des Betriebes stattfindet. Die Auswahl und Motivation der Kandidaten ist für viele Betriebe nicht immer einfach, da der- bzw. diejenige zusätzliche Verantwortung übernimmt und zusätzlich unbezahlte Zeit in die Ausbildung investieren muss.

Anders bei unserem Team von FACO: Das generelle Interesse an Sicherheitsthemen in unserer Belegschaft ist besonders hoch. Denn im Notfall Hilfestellung leisten zu können gibt ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen. Davon abgesehen steht das Wissen der Kurse auch im privaten Umfeld zur Verfügung und sollte etwas passieren, so ist es ungemein befriedigend zu wissen, im Notfall helfen zu können.

Vor über zehn Jahren hatten wir die Idee, die Ersthelfer-Ausbildung Inhouse für alle Mitarbeiter anzubieten. Die Resonanz war positiv, weshalb wir den Plan realisierten und alle eingeladen haben. Viele hatten sich in der Vergangenheit bereits mit dem Gedanken beschäftigt, das Wissen aufzufrischen, aber bisher privat keinen Anstoß gefunden, dies umzusetzen. Nun war die Gelegenheit. Als quasi teambildende Maßnahme bekam die Schulung zudem einen gewissen Gemeinschaftscharakter. Die Identifikation mit dem Erlernten stieg, da wir die Schulung im eigenen Betrieb durchführten und nicht wie üblich in fremden Schulungsräumen mit externen weiteren Teilnehmern. Trotz des persönlichen Nutzens sei erwähnt, dass die Veranstaltung samstags stattfand und einen Verzicht auf Freizeit bedeutete. Großen Respekt dafür, dass zu jedem Termin nahezu 75% der Belegschaft teilgenommen haben. Ebenfalls ist uns bewusst, dass wir einen tollen Referenten hatten, der spannend und kurzweilig erklären konnte.

Rückblickend ist das Thema Betriebssicherheit nach der Veranstaltung mehr ins kollektive Bewusstsein gerückt und jeder fühlt sich noch verantwortlicher. Arbeitsschritte werden nicht nur auf Produktivität hin geprüft, sondern automatisch verstärkt auch auf Sicherheitsaspekte hin. Gefahrenquellen lassen sich deshalb früh erkennen und nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Das Zertifikat für Ersthelfer muss alle zwei Jahre erneuert werden. Beim nächsten Termin werden wir die Veranstaltung natürlich in bewährter Tradition fortführen.